Seit 1880

Die Geschichte der Kanonenbahn

Die Kanonenbahn — Drei Epochen

1875–1880

Bau der Kanonenbahn

Die Eichsfelder Kanonenbahn wurde im Auftrag des Deutschen Reiches als Entlastungsstrecke der Linie Berlin–Koblenz erbaut — gedacht für schnellen Truppentransport im Kriegsfall. 17 Millionen Mark, 6 Tunnel, 4 Viadukte: das Ingenieurbauwerk überquert mit dem Lengenfelder Viadukt eine der bemerkenswertesten Eisenbahnbrücken Deutschlands. Eröffnung am 15. Mai 1880.

2006

Wiedergeburt als Erlebnisbahn

Auf Initiative des Kanonenbahnvereins Lengenfeld Stein e.V. (KVL e.V.) starteten am 15. Mai 2006 — dem 126. Jahrestag der Streckeneröffnung — die ersten Draisinen-Fahrten auf der restaurierten Trasse. Ein Ehrenamtsprojekt mit regionalem Stolz.

2009 bis heute

Die gGmbH

2009 wurde die Eichsfelder Kanonenbahn gGmbH gegründet, um den touristischen Betrieb zu professionalisieren. Heute ist Erlebnis Draisine eine der attraktivsten Freizeitdestinationen Thüringens mit bis zu 26 Draisinen im Einsatz.

Technische Highlights der Strecke

Lengenfelder Viadukt

244 m lang, 24 m hoch, 8 Bögen. Erbaut 1878–1880. Eines der bedeutendsten deutschen Eisenbahnviadukte des 19. Jahrhunderts.

Küllstedter Tunnel

1.530 m lang. Bei Fertigstellung 1880 der drittlängste Tunnel im Deutschen Reich.

Entenbergtunnel

Mit einmaligem illuminiertem Burgportal. Das Markenzeichen der Strecke und eines der fotogensten Tunnel Deutschlands.

Der Lengenfelder Viadukt im Eichsfelder Tal

Eine Brücke, die Geschichte atmet

Noch heute trägt das Lengenfelder Viadukt jede Draisinen-Gruppe über das Eichsfelder Tal — 244 Meter lang, 24 Meter hoch, 146 Jahre alt.